Hartwig Gauder - unterstützt die Herzgruppen

Hartwig Gauder war weltweit einer der erfolgreichsten Geher auf der 50-km-Strecke und 21 Jahre lang absolute Weltklasse. Er nahm dreimal an Olympischen Spielen teil, startete bei drei Weltmeisterschaften, war bei vier Europameisterschaften. Sein größter sportlicher Erfolg war der Olympiasieg 1980 in Moskau über 50km.

Hartwig Gauder wurde am 10. November 1954 im württembergischen Vaihingen geboren. 1960 zog die Familie nach Thüringen ins Städtchen Ilmenau, in das Häuschen der Großmutter. Für den sportlich interessierten Jungen boten sich hier viele Möglichkeiten. Bei der BSG Empor Ilmenau begann er mit dem Skilaufen und Skispringen. Aus Neugier wechselte er als 14jähriger zum Gehen unter Trainer Horst Stäps. Von Anfang an fiel er dadurch auf, dass er wie besessen den vom normalen Gehen technisch völlig unterschiedlichen Bewegungsablauf trainierte und dabei besonders ausdauernd war.
 


Der Höhepunkt im Jahr 1980, die Olympischen Spiele in Moskau, wurden auch zum Höhepunkt der sportlichen Karriere des Hartwig Gauder, der hier erst seinen vierten 50-km-Wettkampf machte. Nach 3:49:24 Std. war alles vorbei. Hartwig Gauder war am Ziel seiner Wünsche, dem Olympiasieg. Olympischer Rekord. Der zweite Geher, der spanische Europameister Jorge Lopart überquerte die Ziellinie 2 Minuten später. Auch 1988 bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul zählte Gauder zu den Topfavoriten. Als 33jähriger gewann er hinter dem Russen Iwanenko und seinem Landsmann Roland Weigel die Bronzemedaille. Danach beendete Hartwig Gauder seine Karriere, startete jedoch nach einem Jahr ein erfolgreiches Comeback. 1990 war Hartwig Gauder wieder in Form und belegte bei den Europameisterschaften in Split einen Bronzeplatz. Gleiches gelang ihm auch noch einmal als 37jähriger bei den 3. Weltmeisterschaften 1991 im fernen Tokio/Japan.

Nicht ganz eineinhalb Jahre nach dem Karriereausstieg machten sich bei Hartwig Gauder Schlaflosigkeit, Kraftlosigkeit und andere Symptome bemerkbar. Erst dachte er, er müsse noch weiter abtrainieren, forcierte das Training wieder. Dadurch wurde u. a. auch der Herzmuskel vermehrt mit Sauerstoff versorgt und das war optimaler Nährboden, auf dem Bakterien Vermehrungsgrundlagen fanden. Im März 1995 suchte er den Arzt auf. Eine Infektion des Herzmuskels - nicht durch den Sport. In Ausübung eines Praktikums während seines im Jahr 1993 begonnenen Architekturstudiums infizierte er sich in einem alten Gebäude mit Chlamydien. Im Deutschen Herzzentrum wurde eine Einschränkung der Herzleistungsfähigkeit von 30 Prozent festgestellt.

Ende 1995 kam Hartwig Gauder auf die Warteliste für eine Transplantation. Einige Monate später verschlechterte sich die Herzleistungsfähigkeit auf 16 Prozent. Die Chance, ein Spenderherz zu bekommen, war in absehbarer Zeit nicht gegeben. Am 4.4.1996 wurde, zur Überbrückung der Wartezeit, ein Kunstherz in den Bauchraum implantiert. Nach 7 Tagen im Koma ging es schnell bergauf. Aber es sank der Blutdruck ab und es kam eine Infektion hinzu. Die Dringlichkeit einer Transplantation wuchs. Diese erfolgte schließlich am 30.1.1997 im Deutschen Herzzentrum Berlin.

Während einer mehrwöchigen Rehabilitation musste sich nun der Körper an das Herz gewöhnen. Anfang April 1997, nach 21 Monatiger Odyssee in den verschiedensten Krankenhäusern davon ein 10 Monatiges überleben mit einem Kunstherz, konnte er die Klinik wieder verlassen und zu seiner Frau und seinem 13jährigen Sohn Marcus nach Erfurt zurückkehren.

Heute...scheint er den Kampf um sein Leben gewonnen zu haben. Er ist Architekt, arbeitet als Leiter der Stabsstelle Gesundheitsmarketing am Universitätsklinikum Jena. Ist Ideengeber und Mitbegründer der GesundheitsUni Jena. Schirmherr der Deutschen Sepsisgesellschaft und der Deutschen Sepsishilfe. Arbeitet mit im wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation. Ist Buchautor.

Mit einer Firma Medizintechnik www.cellvas.de, die auf eine Neuartige Art und Weise Menschen Heilung und Linderung bringt. Setzt sich als Generalsekretär des "Vereins Sportler für Organspende" www.vso.de für die Organspende und zweiter Vorsitzende des Vereins Kinderhilfe Organspende ein. Will Menschen die ähnliche Erfahrungen wie er gemacht haben Mut machen. Gibt seine Erfahrungen durch Vorträge weiter. Baut die Walkingbewegung und Nordic Walkingbewegung in Deutschland auf. Er geht auch mit "neuem" Herzen an Grenzen und verschiebt diese. Im November 1998 nahm Hartwig Gauder am New-York-Marathon teil. Er erreicht das Ziel nach 6:15 Stunden. Im Juli 2003 bestieg er als erster Mensch mit transplantierten Herzen den 3776 hohen Berg Fujisan. www.gauder-fuji.vso.de Ein "Grenzgänger" ?

Hartwig Gauder: Ich habe immer aktiv und intensiv gelebt. Das mache ich nach der Transplantation genauso wie vorher. Durch den Schicksalsschlag wurde mir aber natürlich deutlich vor Augen gehalten, dass alles endlich ist. Ich hatte großes Glück. Immer noch sterben jeden Tag drei Menschen auf der Warteliste, die vergeblich auf das gleiche Glück gehofft haben wie ich. Ihnen hätte durch eine Transplantation geholfen werden können. Auch deshalb bin ich auf den Fujisan gestiegen, um zu zeigen, welche Lebensqualität man mit einem transplantierten Herzen hat. Und vielleicht gibt das wieder einigen Menschen den Anstoß, Spendebereitschaft zu zeigen und einen Organspendeausweis auszufüllen. Ehrlich gesagt, Sport und Gesundheit interessieren mich immer noch mehr als mein Beruf als Architekt. Die Arbeit macht Spaß. Ich widme meine Zeit einer Vielzahl von Initiativen. Da sei beispielsweise der "Verein Sportler für Organspende" genannt, dessen Generalsekretär ich bin. www.vso.de In ihm engagieren sich derzeit 84 Sportler und Journalisten dabei, darunter Jens Weißflog, Franz Beckenbauer, Mario Kummer, Boris Becker, Olaf Ludwig, Christian Schenk, Petra Behele, Jörg Wontorra und Günter Jauch. Von der Initiative hatte ich erfahren, als ich vor einigen Jahren selbst im Krankenhaus lag, weil mit einem Kunstherz die Zeit für eine Organtransplantation überbrücken werden musste. Kunstherzen sind notwendig, weil die Wartezeit auf ein Spenderorgan in Deutschland sehr lang ist. Wenn ich die Krankheit überstanden habe, so nahm ich mir damals vor, würde ich mich für Organspenden engagieren, damit andere Menschen das gleiche Glück genießen können wie ich es genieße.

www.hartwiggauder.de

„Fürchte Dich nicht langsam zu gehen, fürchte Dich nur stehen zu bleiben“.

Wege des Lebens

Mit regelmäßiger Bewegung tun Sie nicht nur Ihrer Figur etwas Gutes. Sie können auch Ihr Herz gesund halten und fühlen sich zudem wohler und leistungsfähiger.

Ihr Herz ist ein Muskel, der wie andere Muskeln durch körperliche Aktivität stärker wird. Insbesondere Ausdauer-Sportarten, wie Nordic Walking, Schwimmen oder Tanzen, kräftigen den Herzmuskel. Je stärker das Herz ist, umso weniger anstrengend ist es, Blut durch den Körper zu pumpen. Dies entlastet das Herz und führt so zu einem gesünderen Herz-Kreislauf-System. Körperliche Betätigung verleiht Ihnen auch mehr Energie und kann dabei helfen, Stress abzubauen.

Um aktiver zu werden, müssen Sie sich nicht in einem Fitness-Studio oder für besondere Sportkurse anmelden. Einen ersten Schritt machen Sie bereits, indem Sie kleine Aktivitäten, wie etwa einen Spaziergang in der Mittagspause oder das Treppen steigen, in Ihren Tagesablauf einbauen – das bringt den Kreislauf in Schwung und Sie werden sich schon nach wenigen Wochen fitter fühlen. Es ist leichter als Sie denken – probieren Sie es aus! Erhalten Sie ihre Herzgesundheit.

Nun - leider kann es aber auch sein, das sie, oder einer Ihrer Familienangehöriger von einer Herzerkrankung betroffen ist. Sicherlich stellen sie sich die Frage - weshalb gerade ich? Weshalb gerade in meiner Familie? Im Leben gibt es Wege die uns das Gute und das Böse, Freud und Leid, Gewinn und Verlust, Glück und Pech, Scheitern wie auch Bestehen, Gesundheit und Krankheit erleben lassen. Diese Wege sind unsere Lebensreise. Behaupten müssen wir uns in den Hindernissen die uns auf unserem Weg begegnen. Das können gesundheitliche Problem durch Herzerkrankungen sein. Die Frage - weshalb gerade ich bringt uns dabei nicht weiter. Es ist so. Nur, in dem wir uns den Problemen stellen entwickeln wir die Kraft ihnen zu trotzen.

Olympiasieger Hartwig Gauder: Egal wie weit wir unseren Lebensweg gehen dürfen, müssen wir stark sein. Stark sein bedeutet nach einer Antwort in scheinbaren Krisensituationen zu suchen. Natürlich lässt die Verzweiflung uns manchmal weinen. Stark sein bedeutet nicht die Hoffnung zu verlieren für einen weiteren für einen weiteren Herzschlag. Nur, wissen müssen Sie das es schnelle Schritte es auf diesem Weg nicht geben wird. Doch auch der langsamste Schritt ist ein Schritt in Richtung Hoffnung und trotzt allen Hindernissen. Deshalb „Fürchte Dich nicht langsam zu gehen, fürchte Dich nur stehen zu bleiben.“